Zwischen Himmel und Boden

Wir Menschen stehen meistens ziemlich fest auf dem Boden. Da ist der Alltag. Termine. Verantwortung. Da ist das, was funktioniert – und das, was uns entgleitet. Und manchmal auch das Gefühl: Es ist gerade einfach zu viel. Wir stehen im realen Leben. Und das ist gut so. Aber manchmal tun wir so, als gäbe es nur das. Als wäre der Mensch nichts anderes als das, was er leisten, planen und kontrollieren kann. Und der Himmel? Der kommt gehört er auch dazu, so wie die Seele in unser Leben gehört. Wer nur am Boden bleibt, sieht nur das Unmittelbare. Der Blick allein in die Welt hat dazu noch sehr viel Frustrationspotential.

Also, was ist nun mit dem Himmel, mit dem Blick nach oben? Auch wenn er bei vielen vergessen geht, ist er für mich da ebenso wichtige in meinem Leben, wie meine Erdung und Bodenhaftigkeit. Der Himmel steht für das, was mich hoffen lässt, für Sehnsucht, für das, was mich antreibt in der welt meinen Mann oder meine Frau zu stellen. Im Mai feiert die christliche Welt Auffahrt. Über Jesus öffnete sich der Himmel und er ging diesem Himmel entgegen. Unabhängig von der Historizität steht dieses Momentum für die Realität, dass sich der Himmel auch über uns auftut, wo wir Gott wirken lassen. Nicht als Zauberdoktor, sondern als Begleiter. Es gibt in jedem Leben den offenen Himmel. Wir müssen ihn nur sehn. Dazu braucht es lediglich einen Perspektivenwechsel. Nicht nur das sehen zu wollen, was mich gerade umtreibt, sondern hinter die Dinge zu blicken. Gott zu fragen, was willst du mir sagen? Welche Richtung soll ich mit meinem Leben einschlagen? Je mehr Du Dich für den Himmel in Dir öffnest, desto näher kommst Du Deinem Glück und Deinem Lebenssinn.

Ich wünsche Dir Tage, in denen Du fest stehst und innerlich weit bleibst. Zwischen Himmel und Boden. Dort, wo das Leben passiert.