Am Samstag, 29. Juni 2024 traf sich eine muntere Reisegruppe zur jährlichen Reise des Kirchenchores ins Seetal. Neben Sängerinnen und Sängern des Chores waren auch die Projektsänger und Sängerinnen sowie noch einige Gäste um 7.15 Uhr zur Abfahrt im Stofel bereit. Nach diversen Zusteigemöglichkeiten ging die Fahrt über die Wasserfluh durch das Wackerpreis-Städtchen Lichtensteig und weiter über den Ricken, wo wir sieben Gemsen am
Waldrand erspäht haben. Martha begrüsste alle Reisenden und unser Chauffeur Markus Hirn unterhielt die Fahrgäste in gewohnter Manier. Ein heisser und schwülwarmer Tag erwartete uns und eine explosive Wetterlage - passend zum EM-Viertelfinalspiel Schweiz gegen Italien. Nach dem Kloster Sion sah man von weitem den Glärnisch und das Vrenelis Gärtli im Glarnerland. Die Linth führte viel Wasser, was um Schloss Grynau etliche Störche anzog.
Brigitt und Urs erwarteten uns beim Hotel Sternen in Pfäffikon Schwyz, wo wir uns mit Kaffee und Gipfeli stärkten. Die Präsidentin informierte über den weiteren Verlauf der Reise. Über Wollerau ging die Fahrt weiter über den Hirzel nach Sihlbrugg. Auffallend waren die Bäume auf den Kuppen, die eine Grenze darstellen. Von weitem grüsste die Rigi und der Pilatus. Vorbei an Hausen am Albis fuhren wir durch das Säuliamt sowie Freiamt. Ab Hochdorf säumten Chriesiplantagen die Strasse. Die Vorstandsfrauen verteilten allen ein Mineralwasser während wir am Kloster Baldegg vorbeifuhren. Nachdem wir den Baldegger See erreicht haben, sahen wir am gegenüberliegenden Ufer das Schloss Haydeck, das unter Rosenfreunden bekannt ist, jedoch an diesem Tag leider nicht besichtigt werden konnte. So führte unsere Fahrt direkt nach Beinwil am See.
Für eine Führung im Schloss Hallwyl erwartete uns Irene Brunner. Im Schatten sitzend erzählte sie eindrücklich die Geschichte des Schlosses und deren Menschen. Ursprünglich bauten die Herren von Hallwyl einen Turm. Die Familie diente den Habsburgern und baute später unter Johans von Hallwyl die Wasserburg dazu. Die Burg Hallwyl war das Zentrum der Adelsherrschaft über den Hallwilersee und den angrenzenden Dörfern, in denen der Kornanbau wichtigste Einnahmequelle war. Auch wenn die Burg zeitweise unter Berner Herrschaft während der Reformation stand, konnte die Familie das Schloss bis in das 20. Jahrhundert halten. 1925 wurde eine Stiftung mit dem Zweck gegründet, das mittlerweile nicht mehr bewohnte Schloss zu erhalten. 1994 ging die Stiftung an den Kanton Aargau, die nach einer umfassenden Sanierung seit 2007 das Schloss als einen Standort von Museum Aargau führt. Nach all den Informationen blieb noch genügend Zeit für einen Apéro oder individuellen Rundgang bevor wir nach einer kurzen Fahrt in das Restaurant Rebstock nach Seengen fuhren. Uns erwartete ein feines Mittagessen mit einem guten Tropfen Wein begleitet von einem umsichtigen und freundlichen Service. War es doch mit 28 Grad mittlerweile sehr warm. Nach der Mittagsrast folgte ein Spaziergang zur Schifflände. Die halbe Stunde reichte bei vielen aus, dass sie ins Schwitzen kamen. Eine 1 ¼ stündige Schifffahrt bei angenehmen Wind auf dem Deck führte am Ufer des Hallwylersees vorbei, wo viele Menschen an diesem Tag am Baden oder auf ihren Booten waren.
Markus erwartete uns in Meisterschwanden. Wieder im Bus führt die Fahrt über Sins, Cham, Zug, Menzingen und Hütten, von wo aus man einen wunderbarem Blick auf den grossen und kleinen Hüttensee hatte. Im Hintergrund waren bereits die Warnblinklichter am Zürichsee wegen der angesagten Gewitter in Betrieb. Im Landgasthof Ried in Feusisberg angekommen, gab es die ersten Regentropfen und einen feinen Imbiss. In Pfäffikon verabschiedeten wir Brigitt und Urs bevor uns die letzte Etappe vorbei an Lachen, Neuhaus, Wattwil, Wil, St. Gallen zurück nach Teufen führte, wo wir ein wenig müde jedoch zufrieden kurz nach 21:00 Uhr angekommen waren. Ein herzliches Dankeschön Allen, die zum Gelingen dieser Reise beigetragen haben.
Martina Scherer